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Entgeltumwandlung verringert Kurzarbeitergeld nicht

Entgeltumwandlung verringert Kurzarbeitergeld nicht

Hier findet Ihr einen Beitrag aus der procontra zum Thema Kurzarbeitergeld.

Auszug aus dem Artikel von Detlef Pohl:

Kurzarbeitergeld errechnet sich nach Paragraf 106 SGB III, wonach die Nettoentgeltdifferenz die Bemessungsgrundlage für das Kurzarbeitergeld ist. Die Nettoentgeltdifferenz wiederum ist als Differenz zwischen dem Soll-Entgelt und dem Ist-Entgelt definiert. Als Ist-Entgelt gilt nach dem Wortlaut des SGB das Bruttoarbeitsentgelt, das der Arbeitnehmer im Anspruchszeitraum tatsächlich erzielt hat, zuzüglich aller zustehenden Entgeltanteile.

Nach den „Fachlichen Weisungen“ vom 10. Dezember 2018 der Bundesagentur für Arbeit werden umgewandelte Entgeltbestandteile zugunsten einer bAV bis zur Fördergrenze weder beim Bruttoentgelt vor der Kurzarbeit (Soll-Entgelt) noch beim Bruttoentgelt während der Kurzarbeit (Ist-Entgelt) berücksichtigt. „Nach Überzeugung von HDI geschieht dies, indem zuerst das verringerte Bruttoentgelt aufgrund des reduzierten Arbeitszeitgrades (hier: 25 Prozent) ermittelt wird“, betont der Experte.

Erst danach werde die Entgeltumwandlung abgezogen und bilde das Soll-Entgelt für die Ermittlung des Kurzarbeitergeldes. „Im Beispielfall hat der Arbeitnehmer mit Entgeltumwandlung einen Euro mehr zur Verfügung als ohne Entgeltumwandlung“, erklärt der Vorstand, der von Beruf Diplom-Mathematiker und Betriebswirt für betriebliche Altersversorgung ist.

Sein Fazit: Wer die Entgeltumwandlung aufgibt, verliert seinen Arbeitgeberzuschuss – und gegebenenfalls auch seine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung. „Grundsätzlich rate ich dazu, trotz der aktuellen Krise bei der bAV weiterzumachen wie gewohnt“, so von Löbbecke. Altersversorgung sei keine Aufgabe von Monaten, sondern von Jahrzehnten. „Es gibt keinen falschen Zeitpunkt für Vorsorge.“

Den vollständigen Artikel findet ihr hier. Vielen Dank an der Stelle an procontra und Autor Detlef Pohl.